Herren 1 mit lachendem und weinendem Auge
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Kreisliga A |
01.04.2026 |
| SGM Mössingen/Belsen I - SV Hirrlingen | 5:0 (2:0) |
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Kreisliga A |
12.04.2026 |
| SV Wendelsheim I - SGM Mössingen/Belsen I | 3:0 (1:0) |
Ein lachendes und ein weinendes Auge
Aufgrund der Osterfeiertage fand sich unsere Erste bereits an einem Mittwochabend unter heimischem Flutlicht wieder. Gegen die Gäste aus Hirrlingen sollte an die gute Leistung aus dem letzten Spiel (6:2 Sieg) angeknüpft werden, um sich weiter dicht am zweiten Tabellenplatz zu halten.
Auf dem (sich in besserem Zustand als gedacht befindenden) Nebenplatz in Mössingen startete man dominierend in die Partie. Der SV Hirrlingen konnte schnell tief in die eigenen Hälfte gedrängt werden und die SGM Mössingen/Belsen I näherte sich immer mehr dem Tor. In der 15. Minute konnte dann Mansur Yildiz das verdiente 1:0 erzielen. Aufgrund weiterer guter Spielzüge und einer überzeugenden Zweikampfführung konnte die SGM die Oberhand behalten. Vor dem Halbzeitpfiff konnte man dann auch das 2:0 erzielen (34‘) und mit gutem Gefühl in die Halbzeit gehen. Die Aufgabe für Hälfte Zwei war eindeutig: Die Führung ausbauen und die Hirrlinger (anders als im Hinspiel) nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Das gelang unserer Ersten dann auch sehr gut: Bereits in der 53. Spielminute war es erneut Seferoglu, der den Hirrlinger Torwart hinter sich greifen ließ. Die Gäste hatten nichts mehr entgegenzusetzen, bezeichnend dafür war ihre Abschlussquote über 90 Minuten: Marvin Bock war (abgesehen von wenigen Standards) nicht gefordert und musste kein einziges Mal parieren. Der eingewechselte Luke Steinhilber konnte dann kurz vor Schluss sein drittes Tor für die Aktive erzielen. Mit dem Schlusspfiff erzwang man nach scharfer Hereingabe dann auch noch das 5:0 (ET).
Ein verdient hoher Sieg, der auch noch höher hätte ausfallen können, leitete die kleine Osterpause ein. Zufrieden und selbstsicher konnte sich auf das nächste Saisonspiel vorbereitet werden. Vergangenen Sonntag ging es dann nach Wendelsheim, die schon seit langer Zeit ein für die Mössinger schwieriger Gegner sind. Auf einem langen, holprigen ‚Rasen‘ galt es nun, den Kampf anzunehmen.
Müßig schleppte man sich in das zweikampfbetonte Spiel. Zwar lagen die Spielanteile zu Beginn mehr bei den Mössingern, die Zweikampfquote sprach allerdings für Wendelsheim. Viele lange Bälle, schwierige Ballverarbeitungen und harte Zweikämpfe prägten das Spiel. In der 19. Minute konnte die Abwehr der SGM dann einen Standard der Wendelsheimer nicht konsequent verteidigen und ein Schuss aus dem Rückraum landete im Tor von Marvin Bock. Eigene Großchancen konnten nicht genutzt werden und auch das Spielglück war nicht auf der Seite unserer Ersten (ein guter Freistoß von Fynn Steinhilber landetet an der Latte, klare Gelbe Karten wurden nicht gegen Wendelsheim verteilt). Das soll keine Entschuldigung sein; die SGM Mössingen/Belsen I war selbst dafür verantwortlich, dass das Spiel immer zerfahrener, unkontrollierter und hektischer wurde. Kaum war der Ball in Besitz gebracht, war er auch schon wieder weg. Seitenverlagerungen und eine generelle Spielübersicht fehlten. In der zweiten Hälfte wollte man das nun ändern und endlich den Ausgleich erzwingen. Zwar konnten Akzente gesetzt werden, aber auch in den zweiten 45 Minuten startete man fahrig. Knapp zehn Minuten nach Wiederanpfiff zeigte der Schiedsrichter verdientermaßen aber auf den Elfmeterpunkt der Gastgeber, deren zuvor Torwart zu unbeholfen in den Zweikampf ging. Demir Deliu trat zum Elfmeter an, vergab aber leider. Wie gesagt – kein Spielglück gepaart mit eigenen Fehlern, ein Muster zog sich durchs Spiel. Postwendend kassierte man dann in der 58. Spielminute das 2:0. Zwar kämpfte man weiter, der Anschlusstreffer blieb aber in weiter Ferne. Zu allem Überfluss wurde David Strauß dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit Rot vom Platz gestellt: Notbremse im Sechzehner. Der anschließende Elfmeter besiegelte den 3:0-Endstand.
Eine erwartbare Spielweise der Gastgeber konnte nicht angenommen werden und das eigene Spiel war zu fehlerbehaftet. Damit lässt sich schon viel zusammenfassen. Es zeigt sich erneut, dass unsere Erste sich mit einer unbequemen, eher unorthodoxen Spielweise von technisch limitierten Mannschaften schwertut und leider konnte durch ein solches Spiel die eigentlich gute Form, in der sich die Mannschaft befindet, nicht abgerufen werden. Weitere drei Punkte gingen verloren und der tabellarische Anschluss nach ganz oben droht verlorenzugehen. Die weiteren Spiele werden zeigen, wie es sich mit der Form der Mannschaft und der tabellarischen Situation verhält.

