Geschrieben von Michael Meister.
Tagblatt-Turnier auch in 2026 ein tolles Event
Das 41. Hallen-Fußballturnier des Schwäbischen Tagblatts fand auch in diesem Jahr in der Mössinger Steinlachhalle statt, organisiert durch die SGM Mössingen Belsen.
Die Teams ...
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20260109 181633
SGM Mössingen/Belsen II
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20260109 181847
SV Nehren
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20260109 181954
SSC Tübingen
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20260109 182253
SGM TÖG I
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20260109 184516
TSV Gomaringen II
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20260109 184812
SF Dusslingen
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20260110 120839
TSV Sondelfingen
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20260110 121142
SGM K'furt/Kusterdingen
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20260110 121813
TSV Ofterdingen I
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20260110 122337
TSV Hirschau
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20260110 1235430
TSV Mähringen
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20260110 122634
TSG Tübingen II
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20260110 122954
SV 03 Tübingen II
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20260110 124643
SG Reutlingen
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20260110 125348
SV Walddorf
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20260110 125705
SGM TÖG
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20260110 161055
SSC Tübingen
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20260110 162338
TSV Eningen
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20260110 162621
TSG Tübingen I
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20260110 162803
SV Nehren II
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20260110 163046
TSV Mähringen
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20260110 163227
TSV Ofterdingen II
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20260110 163441
TSV Gomaringen I
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20260110 163821
SGM Mössingen/Belsen I
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20260110 164818
SG Reutlingen
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20260110 172521
VfB Bodelshausen
Fotos: SGM Mössingen/Belsen
Die Fakten
- Titel und Wanderpokal gehen an den SV Nehren. Zum fünften Mal;
- Verbandsligist TSG Tübingen unterliegt dem Nachbarn SV 03 Tübingen;
- Novum: Vier Spieler mit der Torjägerkanone. Alexander Lauxmann (TSV Hirschau), Constantin Zeyer (TSG Tübingen), Benedict Rammeiser (SV Nehren) als auch Jonathan Charlier (SSC Tübingen) erzielten jeweils 8 Treffer im gesamten Turnierverlauf;
- Torrekord von 17 Toren bleibt unangetastet. Wohl ein Rekord für die Ewigkeit;
- Insgesamt werden 379 Treffer erzielt. Für einen Rekord viel zu wenig;
- Faire Spiele, toller Hallenfußball. Kaum Verletzungen, gute Besserung und vielen Dank an die Physios des Rehaktiv unter der Regie von Toni Globuschütz
Vorrunde
Die Vorrunde
In den sechs Vorrundengruppen, die am Freitag und Samstag ihre Spiele austrugen, strauchelte von den höherklassigen Mannschaften lediglich der Bezirksligist TSV Gomaringen I, deren Zweite kam weiter. Papierform ist manchmal nicht aussagekräftig.
Die TSG Tübingen erzielte in ihrer Gruppe beachtliche 29 Tore, die SF Dußlingen qualifizierte sich nach eigener Fan-Aussage "... seit langem ..." mal wieder für die nächste Runde, auch der B-Ligist TSV Eningen II überraschte. Stark präsentierte sich der TSV Sondelfingen, der alle Spiele in der Gruppe gewann.
Erfreulich aus Mössinger Sicht. Die SGM I sicherte sich den Gruppensieg. u.a. mit einem 11:0 Sieg und einem fulminant dribbelnden Moritz Randecker. Ebenso Florentin Wagner zeigte sich nach langem Auslandsaufenthalt in guter Form, er steuerte sogar einen Kopfballtreffer im Spiel gegen den SSC Tübingen bei, zum Missfallen einer Mössinger Neurologin (Anm.: Name ist der Redaktion bekannt), die Kopfbälle aus medizinischer Sicht ablehnt.
Medizinisch und hektisch wurde es dazu im Spiel zwischen dem TSV Ofterdingen und der TSG Tübingen II. Bei einem Gerangel bekam Schiedsrichter Simon Mattes unbeabsichtigt von einem Spieler was ab und musste mit einer blutigen Lippe 45 Sekunden vor Spielende raus. Die Partie wurde von einem anderen Schiri zu Ende geleitet, Mattes konnte nach der Schrecksekunde auch weiter machen: Schiedsrichter der SR-Gruppe Tübingen sind hart im Nehmen.
NB. Dauerbrenner Beyhan Özdemir vom SV Nehren ließ es sich auch an seinem 56. Geburtstag nicht nehmen beim Tagblatt-Turnier aufzulaufen.
Zwischenrunde
Die Zwischenrunde
In der Zwischenrunde mit 12 Teams in vier Gruppen gab es eine sogenannte "Todesgruppe" mit dem TSV Ofterdingen, TSG Tübingen I und dem SV Nehren I. Durch dem Turniermodus mit einer Qualirunde musste sich aber noch kein Team mit dem Ausscheiden beschäftigen, eher Liebäugeln mit dem Gruppensieg, gleichbedeutend mit dem direkten Einzug ins Viertelfinale.
Erneut erfreuliche Ergebnisse für uns als Gastgeber: dank einer Leistungssteigerung im zweiten Spiel gegen den TSV Eningen qualifizierten wir uns direkt für das Viertelfinale. Ofterdingen setzte sich in seiner Gruppe dank engagierter Leistungen gegen die Favoriten durch, Die weiteren direkten Viertelfinalisten kamen aus Hirschau und vom SSC Tübingen.
Qualirunde
Die Qualirunde
Die Zweiten und Dritten der Zwischenrunde spielten die die noch freien Plätz im Viertelfinalisten aus. Endstation war hier für den TSV Sondelfingen (gegen Nehren) und die SF Dußlingen (gegen TSG II) sowie - wie erwähnt - die TSG I (gegen den SV03). In der Erfolgsspur blieb der TSV Eningen II, der im Spiel der "Underdogs" den Gomaringen II besiegte und somit als letzter B-Ligist im Wettbewerb.
Endrunde
Die Endrunde
Viertelfinals
Die ersten beiden Viertelfinals lieferten dann alles, was (Hallen-)Fußball so reizvoll macht. Emotionen, Diskussionen auf und neben der "Platte", Schiri-Schelte, Rudelbildung an der Bande, wildes Gestikulieren.
Beim Sieg des TSV Ofterdingen gegen die TSG Tübingen II ging es in der Endphase dann kurz hoch her, besagte Rudelbildung, Kragenhalten. Einfach unterschiedliche Meinungen der Gegegenheitenn und Situation. Noch ein wenig Brüllen über die Tribüne, dann war alles wieder ruhig.
Im zweiten Viertelfinale hatten nach Spielende die Spieler des TSV Hirschau "dringenden" Redebedarf mit Schiri Burak Kurban. Dieser stoppte drei Sekunden vor Schluss beim Stand von 1:1 die Zeitnahme, somit ermöglichte er dem SV Nehren noch einen Eckball. Prompt schoss kurz vor der Schlusssirene Marco Binder die Nehrener ins Halbfinale. Die Begründung Kurbans: "Wir haben vereinbart: wenn der Ball in der letzten Minute nicht spielbar im Aus ist, dann wird die Uhr gestoppt.". Eine Begründung und Regelauslegung, die selbstredend den Hirschauern nicht gefiel noch einleuchete. Einfacher wäre es gewesen, man hätte die Ecke besser verteidigt. So wurde es nichts mit der Titelverteidigung.
Die SSC Tübingen stoppte den Siegeszug des B-Ligisten aus Eningen, die mit Leistung aber voll umfänglich zufrieden waren und die Überlegenheit des SSC neidlos anerkannten.
Im letzten Match der letzten Acht, nutzte der SV 03 Tübingen die kleinen Fehler unserer SGM I eiskalt aus. Da wäre nach einer Führung durchaus mehr drin gewesen. Eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Ballwegschlagens, unnötig und überflüssig, spielt da dem SV in Karten. In Unterzahl kann man selten ein Spiel noch drehen.
Die Halbfinals
Hin und Her ging es in der Neuauflage aus der Zwischenrunde: Nehren legte vor, Ofterdingen glich aus. Der SV hatte aber einmal mehr die Nase mit 4:3 vorne.
In einem weiteren Tübinger Derby setzte sich der SSC glücklich im Zehnmeterschießen gegen den SV03 durch.
Das kleine Endspiel
... fiel aus. Der Veranstalter lobte lieber zwei dritte Plätze aus. Das "Spiel der Verlierer" wird nicht sonderlich geliebt.
Sichtweise
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DAS Endspiel
Der Auftakt zum Endspiel sorgte für die Einlaufkinder unserer Bambinis und E- und F-Jugend für das besondere Highlight. Licht- und Nebeleffekte untermalten in der abgedunkelten Halle die namentlich Vorstellung und bereiteten den Finaliste einen gebührenden Empfang zum Endspiel. Gemeinsam mit den Kids marschierten der SV Nehren und der SSC Tübingen auf das Spielfeld.
In einem ausgeglichenen Endspiel setzte sich letztlich doch die Quailtät der Einzelspieler durch. Vor dem Block der mitgereisten Fans, erzielten Rammeiser und Marco Binder die entscheidenden Treffer in der viermütigen Verlängerung, nach der regulären Spielzeit stand es 1:1. Turniersieger: SV Nehren
Der Pokal
Den altehrwürdigen Wanderpokal des Turniers überreichte traditionell Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander an die Nehrener Yannik Dorka und Robert Keller. Nicht unerwähnt darf das Preisgeld von 500 Euro bleiben.
Auf die Frage, wie die Prämie eingesetzt wird, antwortete Yannik Dorka lakonisch: "Sparen".
Die vom Schwäbischen Tagblatt ausgelobte Prämie überreichte in Vertretung, Sportredakteur Tobias Zug. Geschäftsführer Tim Hager fand erneut nicht den Weg nach Mössingen. Es wurde gemunkelt, dass es am Navi lag.
SV Nehren mit Pokal und Nachwuchs
Die Sieger mit Pokal zwischen OB Michael Bulander und Tagblatt-Redakteur Tobias Zug
Das Team des Turniers
Wie im Vorjahr wurde Torhüter Vincent Stenzel vom TSV Hirschau in die Tagblatt-Turnier-Fünf gewählt.
Tor: Vincent Stenzel (TSV Hirschau)
Benedict Rammeiser (SV Nehren), Eduard Sorokolietov (TSV Ofterdingen), Mete-Kaan Celik (SV 03 Tübingen), Jonathan Charlier (SSC Tübingen)
Der Veranstalter
Nachdem im letzten Jahr lediglich 26 Teams gemeldet hatten, konnte das Teilnehmerfeld in 2026 wieder auf 29 Mannschaften aufgestockt werden. Leider eine ungerade (Prim-)zahl, leider hinsichtlich des Turnierplans. Die erfahrene Turnier-Orga stellte aber wieder einen vorzüglichen Zeitplan zusammen, in der Vorrunde mit sechs Gruppen, einer Zwischenrunde und vor den traditionellen Viertelfinals im gewohnten KO-Modus, noch eine vorgelagerte KO-Runde, die es allen Teams Spielzeit ermöglichte und Ausrutscher in der Zwischenrunde auszugleichen.
Der Freitagabend zeigte sich traditionell als Publikumsmagnet. Die Tribünen der Steinlachhalle füllten sich mit begeisterten Fans, die nicht nur die spannenden Partien auf dem Spielfeld verfolgten, sondern auch die Gelegenheit nutzten, alte und neue Bekanntschaften zu pflegen.
Am Samstag und Sonntag brachte der gefüllte Zeitplan mit sich, dass die Halle stets bestens besucht, die Stimmung der Zuschauer war hervorragend. Die Teams lieferten sich faire, aber hochspannende Begegnungen, die das Publikum immer wieder von den Sitzen rissen. Von der ersten Minute an bis zur finalen Entscheidung herrschte eine elektrisierende Atmosphäre.
Aber auch die Teams hinter der Theke und an der Kasse waren in Hochstimmung, arbeiteten Hand in Hand und sorgten dafür, dass trotz des großen Zuschauerandrangs niemand durstig und hungrig blieb.
Das Team hinter dem Turnier
Jakob "JJ" Schuchmann, Marcel Lohan, Tom Baumgärtner, Till Steinhilber, Thorsten Nebe bilden in der Turnierleitung mittlerweile ein kongeniales Team, perfekt eingespielt, fehlerfrei und punktegenau in der Zeiteinteilung. Leichtere Handicaps mit unleserlichen oder komplizierten Spielernamen: Kein Problem.
André Kauper und sein Catering-Team aus den einzelnen Sparten des SGM-Fußballs, aus Jugendtrainer, AH Belsen, AH Mössingen, Aktive Mannschaften, selbst Ehefrauen der Verantwortlichen sowie Vorstände der beiden Vereine halfen mit. Alles in allem etwa 90 Helfer und Helferinnen. Abteilungsleiter Mario Luz fasste sich kurz: "Ein geiles Team, unsere SGM".
Einmal mehr waren auch die Schiris sehr zufrieden mit unserem Turnier und dem Drumherum: "Einfach das Turnier mit der besten Rundum-Versorgung und höchstem Spaßfaktor." On-Top noch der faire Ablauf, wenig strittige Szenen, keine schwerwiegenden Blessuren. Die Schiris wollen wiederkommen.
Der stille Star des Events
Unsere Rundumbande ist und bleibt der stille Star. Gehegt und gepflegt sorgt deren Aufbau und Dasein für die spektulären Spielszenen beim Tagblatt-Turnier, die Szenen, die den Spielern in Sachen Handlungsschnelligkeit, Reaktion, Athletik und Ausdauer viel und mehr abverlangen.
Der "Star" hielt auch in 2026 sämtliche Anforderungen und Belastungen der Herren Fußballer Stand.
Ein Verdienst von Montage-Bande und Pflegedienst um Dirk Steinhilber. Jahr für Jahr wird die Holzkonstruktion des "Stars" in ein stabiler "Seitenlage" gelagert, kleinere Blessuren ausgebessert, Löcher geflickt und zum Turnier in Stellung gebracht.
Die in die Jahre gekommene und gebrechliche Steinlachhalle als ebenfalls stiller Nebendarsteller bietet für das Turnier den passenden Rahmen und komplettiert den Setup für die jahrzehnte andauernde Erfolgsgeschichte. Es is abzuwarten, wie lange uns die beiden Oldies erhalten bleiben.
Impressionen ...
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Fazit
Trotz der Anstrengungen und der vielen Arbeit vor, während und nach dem Turnier: die Vorbereitungen für die 42. Auflage des Tagblatt-Turniers laufen schon.
Der Spaß am Event ist riesig, das positive Feedback gigantisch und motivierend.
Dann können im Januar 2027 auch die folgenden Fragen beantwortet werden:
- Übergibt wieder ein OB Michael Bulander den Pokal?
- Übergibt er ihn mal gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Namenspaten "Tagblatt"
- Wird Tobias Zug (aka "tzu") mehr personelle Unterstützung vom Tagblatt bekommen?
- Begrüßen wir den FC Rottenburg wieder in Mössingen?
- Knackt ein Spieler die Torrekord von 17 Toren?
- Übersteigt die Teilnehmerzahl die magische 30
- Greift unsere SGM endlich mal wieder nach dem Wanderpokal?
Mini-Randnotiz
Kaum hatten sich die Reihen der Hallentribüne gelichtet, kamen die Randerscheinungen unserer Gesellschaft zu Tage.
Vermutlich ringen die Hinterlassenschaften alten Hasen unter den Turnier- und Event-Veranstaltern lediglich ein Achselzucken ab, dem Tagblatt-Team abverlangen diese hingegen noch Kopfschütteln.
Begriffe wie "Mülleimer" oder "Pfandflasche" scheinen aus dem Wörterbuch gestrichen worden zu sein, offensichtlich spielen diese bei vielen unserer Gäste keine Rolle mehr in Wortschatz oder Handlungsspielraum.
Unabhängig von Alter, Geschlecht oder oder kulturellem Hintergrund: Viele Gäste hinterließen ihren Tribünenplatz als Müllhalde. Frei nach dem Motto: da wo ich geh und steh, lass ich meine Häuflein fallen. Reimt sich nicht, ist nicht poetisch.
Ein Sammelsurium an Weggeworfenem: volle und leere Flaschen, egal ob Glas oder PET, egal ob Pfand oder Einweg, Tüten, Pizzastücke oder -pappen. Ferner haufenweise ausgespuckte Kürbiskernschalen oder ausgespuckte Snus-Beutel und Ähnliches und vieles mehr.
Einige Zeitgnossen und Mitmenschen scheinen hohe Ansprüche an sich und ihr gesellschaftliches Umfeld zu stellen und überhöhen offensichtlich ihre eigenen Lebensumstände. Wie lässt sich diese Hinterlassenschaft sonst begründen? Oder ist es ein Zeichen von Dekadenz oder fehlt es ganz einfach an Erziehung, Etikette und Kinderstube. Ob die Szenerie den von Friedrich Merz geprägten Begriff des "Stadbildes" symbolisiert oder Spiegelbild ist für eine ignorante Grundeinstellung: "... irgendjemand wird oder muss meinen Dreck, meine Sauerei ja entfernen"? Ein Urteil überlassen wir dem geneigten Leser.
Betrachtet man die den Unrat hinterlassenden Personen, denkt man sich seinen Teil und schüttelt weiter den Kopf, oder zuckt doch mit den Achseln.
Natürlich nur eine Randnotiz: Die große Mehrheit weiß sich zu benehmen.